Am Freitag, dem 1. April 2022, findet um 20 Uhr das diesjährige Passionskonzert statt.
Zur Aufführung gelangen die Hochromantische Passionsmusik für zwei Solisten, gemischten Chor und Orgel „The Crucifixion“ von John Stainer (1840–1901).

Sir John Stainer (1840–1901) war einer der herausragenden Komponisten für Orgel und geistliche Chormusik in der viktorianischen Zeit, die an musikalischen und schriftstellerischen Talenten nicht eben arm war. Der Dichter des Textbuches war der anglikanische Geistliche W. J. Sparrow Simpson (1859–1952), der der stark katholisierenden Richtung in der „Church of England“ angehörte. Er verfaßte das Werk als ganz junger Geistlicher 1887. Das Oratorium umfaßt u. a. fünf Choräle, die bis heute auch unabhängig vom Gesamtwerk als Kirchenlieder gesungen werden.

Der Komponist wollte eine Passionsmusik schaffen, die auch in gewöhnlichen Pfarrkirchen leicht aufzuführen wäre. Als solche hatte und hat „The Crucifixion“ bis heute großen Erfolg, obwohl der Komponist selber später abfällig über seine Schöpfung sprach. In England und Nordamerika gehört es zum festen Repertoire der vielen kirchlichen Chöre. Die einprägsamen Melodien und romantischen, aber doch gewagten Harmonien verfehlen ihre Wirkung nicht.

St. Afra verfügt mit seiner Hill-Orgel über das ideale Instrument für eine solche Aufführung, zu der sich daher auch das Münchener „Vokalensemble 1600“ – auf Anregung seines Leiters Christoph Hauser – gerne bereit fand. Für die Zuhörer wird es eine Möglichkeit sein, dieses Werk, dessen Text nahe mit der Frömmigkeit des „Oxford Movement“ verbunden ist, in Deutschland in einem dafür passenden Rahmen zu erleben.

Hier finden Sie unser Plakat (http://www.institut-philipp-neri.de/…/the_crucifixion…), das Sie gerne verlinken oder auch ausdrucken können.